Was für ein Auftritt!

Wir und circa 9.500 weitere Sängerinnen und Sänger haben Leipzig am vergangenen Wochenende vor großem Publikum so richtig zum Klingen gebracht.

Westklang e. V. auf der Marktbühne, Deutsches Chorfest, Leipzig, 2022. Foto: Sächsischer Chorverband, @ Doc Winkler

Bei unseren beiden Auftritten haben wir vor zahlreichen Fans und Interessierten nicht nur zum ersten Mal unsere Westklang-Hymne von der Videoplattform auf die echte Bühne gebracht, sondern auch unsere bis dato künstlerische Leiterin, Karin (Grabein), gebührend und klangvoll verabschieden können.

Am Samstag zu unserem Konzert auf der Open-Air-Bühne auf dem Markt standen wir erstmals auf einer so großen Bühne vor so viel Publikum, das sich trotz des wechselhaften Wetters angesammelt hatte. Licht und Soundtechnik waren uns bis dahin eher fremd. Da schlotterte doch das ein oder andere Knie, als wir die Bretter, die die Welt bedeuten, voller Vorfreude und Nervosität betraten. Schließlich war es auch unser erster Auftritt überhaupt nach Einsetzen der Pandemie. Doch mit dem ersten Song „When you´re smiling“ kam nicht nur die Sonne raus, sondern auch unsere gute Laune. Wir konnten diese für uns neue Erfahrung genießen und verließen nach 20 Minuten mit Lust auf mehr die Bühne. Endlich – die Feuertaufe war bestanden: Wir trafen die meisten Töne, blieben im Rhythmus und vor allem hatten wir sehr viel Spaß mit Karin nochmals gemeinsam zu grooven.

Bei unserem zweiten Auftritt am Sonntag haben wir auf der AOK-Bühne im Clara-Zetkin-Park mit einem eigenen halbstündigen Konzert das Chorfest für uns ausklingen lassen. Wir durften ein letztes Mal unter der Leitung von Karin singen und so kullerte spätestens bei der Ballade „And so it goes“ von Billy Joel dann doch die eine oder andere Träne, was wir uns stimmlich aber fast nicht haben anmerken lassen.

Jedem Abschied wohnt auch ein Anfang inne und das Chorfest gab uns nicht nur die Möglichkeit, Karin nach über fünf Jahren intensiver Arbeit zu verabschieden, sondern wir konnten nun auch ganz offiziell Diana Labrenz als neue Chorleitung in unsere Reihen aufnehmen. Diana ist uns nicht völlig unbekannt, sie sprang bereits früher für Karin in Vertretung ein. Sie und Elmar Kühn werden ab nun die Chorleitung von Westklang übernehmen.

Wir hatten ein erlebnisreiches Wochenende, mit viel Gesang, großem Publikum, reichlich Sonnenstrahlen, einigen Freuden- und Abschiedstränen und haben uns riesig über all die Menschen gefreut, die kamen, um uns singen zu hören.

Danke!

PS: Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt. Der Kalender füllt sich und es folgen bald neue Projekte. Ihr dürft gespannt bleiben.

Text: Jakob Freese, Marie-Luise Wittwar;
Fotos: Doc Winkler, Birgitt Maier, Wolfgang Schmidt

Karin sagt Goodbye zu Westklang

Nachdem Karin Grabein Anfang diesen Jahres aus privaten Gründen den Dirigierstab für Westklang niederlegen musste, waren wir zunächst verunsichert, wie es für den Chor und die bereits geplanten Höhepunkte für 2022 weitergehen sollte. Doch wir wären nicht Westklang, wenn sich nicht unverhofft die nächste Tür geöffnet hätte: Diana Labrenz, die uns schon aus früheren Vertretungssituationen kannte, erklärte sich spontan bereit, aufs Erste die Leitung des Chors zu übernehmen. Dabei wollte es der Zufall, dass sich aus einer einmalig vertretenden Probe durch Elmar Kühn eine doppelte Chorleitung ergab. Zack, es konnte also weiter gehen.

Und weiter ging es: Teilnahme an den CHORwelten in Chemnitz mit Elmar an unserer Seite, bewertet von einer Jury. Dazu später mehr.

Nun wollen wir Karin zu Wort kommen und die letzten fünf Jahre Westklang mit ihr Revue passieren lassen. Und anschließend mit dem Blick nach vorn gerichtet, stellen sich Diana Labrenz und Elmar Kühn persönlich als unsere neuen Chorleiter des Vertrauens vor:

Karin Grabein, Initiatorin eines Chores, der über fünf Jahre hinweg zu ihrem Herzensprojekt in ihrem Wohnviertel Schleußig wurde:

Well, it’s time to go…

Nach über fünf Jahren mit WESTKLANG muss ich mich nun von Euch verabschieden. Aus familiären Gründen führt mein Weg mich zurück nach Baden-Württemberg und meine Zeit in Leipzig ist vorbei.

WESTKLANG war für mich nicht nur ein Job oder ein Projekt. WESTKLANG war ein wichtiger Teil von mir. Ich habe eine ganze Menge persönliche Energie in den Aufbau von WESTKLANG gesteckt, aber noch viel mehr von Euch zurück bekommen. Wir haben gemeinsam von ganz vorne angefangen und schon bei der ersten Probe war klar, dass hier viel Potential schlummert.

Eure Motivation und Eure Verbundenheit mit unserem Chor hat uns auch durch schwierige Zeiten getragen. Mit unserem Chorsong „WIR SIND WESTKLANG“ habt ihr gezeigt, dass ihr bereit seid in Euren Chor viel Zeit, Kraft und Herz zu investieren und ich freue mich sehr, dass ihr so eine starke Gemeinschaft geworden seid und auch nach meinem Weggang mit viel Elan und Freude weiter macht.

Ich freue mich darauf, mich beim Deutschen Chorfest mit zwei Konzerten nochmal von Euch verabschieden zu können und auch im Herbst bei unserem Jubiläumskonzert in Leipzig dabei zu sein. Auch wenn ich nicht mehr permanent in der Nähe bin, werden wir musikalisch wie persönlich verbunden bleiben! Ich nehme viele schöne und auch lehrreiche Erinnerungen an WESTKLANG mit auf meinen weiteren Schaffensweg.

DANKE für die tollen gemeinsamen Jahre, DANKE für Eure Treue und Eure Zeit, DANKE für Eure Geduld mit mir (vor Allem an den Vorstand :-)), DANKE für Eure tollen Stimmen vor allem DANKE, dass ich mit so tollen und positiven Menschen arbeiten durfte! IHR SEID SPITZE!

Eure Karin!

Leipzig ist ganz Chor

Mit uns, denn wir sind dabei! Wir singen auf dem Deutschen Chorfest, am 28. und 29. Mai

An vier Tagen klingt und singt ganz Leipzig in verschiedenen Facetten. Und auch wir dürfen zu dieser musikalischen Vielseitigkeit beitragen: Am Samstag, 28. Mai, und am Sonntag, 29. Mai, singen wir für Dich auf zwei Bühnen und präsentieren uns sogar mit zwei Chorleiterinnen: Karin (Grabein) und Diana (Labrenz). Wer Lust auf Westklang hat, kommt vorbei. Anmelden musst Du Dich nicht.

Leipziger Allerlei
Am Samstag singen wir auf der Open-Air-Bühne auf dem Markt. Der Leipziger Chorverband vereinigt über 90 Chöre aller Gattungen und Genres aus der Stadt Leipzig und den angrenzenden Landkreisen Leipzig und Nordsachsen. Vier dieser Chöre präsentieren jeweils eine Auswahl ihres Repertoires; alles zusammen ergibt eine bunte Mischung, eben ein „Leipziger Allerlei“. Der erste Chor startet mit seinem Konzert um 16 Uhr.  Unser großer Auftritt ist – anders als im Programm angegeben – für den Abschluss um 17 Uhr geplant. Unter der Leitung von Karin (Grabein) werden wir unsere Westklang-Hymne zum allerersten Mal zu Gehör bringen – unsere Uraufführung sozusagen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Tageskonzert
Am Sonntag singen wir für Dich um 11:30 Uhr auf der AOK-Wiese im Clara-Zetkin-Park ein eigenes kleines Konzert unter der Leitung von Karin (Grabein) und Diana (Labrenz). Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Wo wann noch was auf dem Deutschen Chorfest 2022 los ist, findest Du im Programm.

Komm vorbei, feuere uns an, sing mit und habe Spaß!
Wir sind schon ganz Chor und freuen uns auf Dich,
Dein Westklang

Text: Jakob Freese, Karen Arnold;
Foto: Karen Arnold

Westklang-Töne in der Villa Jühling

Wer hätte es gedacht, dass es möglich sein wird? Nach über zwei Jahren Pandemie, gerade erst wiederaufgenommenen Proben außerhalb des eigenen Wohnzimmers, dürfen wir doch endlich wieder unser Probewochenende gemeinsam antreten.

Frisch getestet ging es auf nach Halle an der Saale in die schöne Villa Jühling. Aufgeregt und nervös (so viele Menschen gleichzeitig war man fast nicht mehr gewöhnt) trafen wir am 4. Februar in dem liebevoll geführten evangelischen Bildungs- und Projektzentrum am Rande von Halle ein. In kleinerer Besetzung als gewohnt (immerhin 20 Westklänge konnten teilnehmen) bezogen wir die Zimmer und ließen uns die frisch gekochte Pastinaken-Suppe schmecken. Dann ging es auch schon gestärkt ans Werk:

Nach langer Zeit Zwangspause und vornehmlich online-Proben über Zoom, galt es unser bisheriges Repertoire aufzufrischen und unsere gemeinsame Westklangstimme wiederzufinden. Schließlich warten dieses Jahr einige musikalische Höhepunkte auf uns: Das Deutsche Chorfest in Leipzig Ende Mai und unser Jubiläumskonzert im November (und hoffentlich viele Auftritte mehr).

Auch der Spaß kam nicht zu kurz: Kaminfeuer, Geburtstagsständchen, Kuchenüberraschungen, Tanzen im Disco-Licht und lange Gespräche ließen uns wieder aufleben und gaben uns die nötige Energie für die folgenden Tage, vollgepackt mit singen, singen und nochmals singen. Die Sonne verwöhnte uns mit viel Vitamin D und auch die frisch zubereiteten, sehr leckeren Mahlzeiten ließen unsere Lebensgeister wahre Purzelbäume schlagen.

Voller Elan wagten wir uns an den schon fast vergessenen „The Garden“ (von Bobby McFerrin & Roger Treece, arr. von Oliver Gies) und ließen den Dschungel in Mitteldeutschland auferstehen. Auch alte „Westklang-Klassiker“ wie „Du hast n Freund in mir“ (nach Randy Newman, arr. von Oliver Gies), „Lean on me“ (Bill Withers, arr. von Karin Grabein) und unser Lockdown-Hit „When you’re smiling“ (L Shay & J. Goodwinn, arr. von Karin Grabein) kamen nicht zu kurz.

Am Sonntag konnten wir mit geölten Stimmen, relevantem Schlafdefizit und dem guten Gefühl, richtig was geschafft zu haben, säuselnd und summend die Rückfahrt gen Leipzig und Heimat antreten.

Text: Marie-Luise Wittwar;
Fotos: Mirjam Müller, Marie-Luise Wittwar

Wir sind Westklang!

Da ist es nun: Unser erstes professionelles Video.

Nur für uns, von uns, über uns. Wir können es noch gar nicht fassen und freuen uns schon riesig auf den Moment der öffentlichen Premiere, wenn wir unser Lied endlich auch unserem Publikum live präsentieren dürfen. Spätestens zum Deutschen Chorfest in Leipzig soll es sein. Bis dahin hält uns das Video bei Laune. Wir hoffen sehr, dass es auch Dir gefällt. Schau doch mal rein!

Ohne Förderung hätten wir die kleinen und großen Schritte bis zur Fertigstellung in dieser Form keinesfalls stemmen können. Im Rahmen des Förderprogrammes NEUSTART AMATEURMUSIK zur Erhaltung und Wiederbelebung der Amateurmusik in Pandemiezeiten, das der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO), der Dachverband der Amateurmusik, und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gemeinsam erarbeitet hat, bekamen wir die finanziellen Möglichkeiten, unsere eigene „Chorhymne“ von der Idee über Text, Ton und Video professionell zu verwirklichen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei:

* Karin Grabein (Chorleitung), die diese fantastische Idee für einen eigenen Westklang-Song hatte und uns damit aus dem Corona-Sumpf zurück ins Chorleben holte,
* Oliver Gies (Komposition), der aus unseren vier Textentwürfen aus jeder Stimmgruppe die musikalische Seele unseres Chores in diesen Song packte,
* Christopher Peyerl und Kevin Podehl von „überwelle productions“ (Tonaufnahmen), die uns in den Leipziger „Off The Road Studios“ mit viel Geduld und starken Nerven betreuten,
* Johannes Jäck (Mixing),
* Bill Hare (Mastering),
* Philip Wieneke und Sebastian von „Made for Failure“ (Videoproduktion), die uns mit ihrer Kamera nach Drehbuch begleiteten, mit viel Gelassenheit die wichtigen Momente gekonnt einfingen und uns zur Musik perfekt in Szene setzten.

Text: Karen Arnold