Stimmen für Alt und Mezzosopran gesucht

Update: Vier wunderbare Sängerinnen haben zu uns gefunden. Wir freuen uns sehr – unsere Suche hat ein Ende.

Du singst auch außerhalb der Dusche gern, hast bereits Chorerfahrung und kannst Deine Stimme in Alt oder Mezzosopran verorten? Du bewegst Dich gern im Rhythmus und Improvisieren macht Dir auch keine Angst? Englische, italienische oder französische Lieder schrecken Dich nicht ab? Du liebst die Gemeinschaft und kannst Dir vorstellen, das Chorleben aktiv mitzugestalten?

Dann zögere nicht lange, sondern melde Dich zu unserem Vorsingen am Donnerstag, 16. November, an. Schreibe uns dazu möglichst bis Dienstag eine E-Mail an mitsingen@westklang.de mit Informationen zu Deiner Chorerfahrung und Stimmgruppenzuordnung.

Wir freuen uns auf Deine Anmeldung!

Das Zischen der Milchschaummaschine

In einer Zeile unserer Chorhymne „Wir sind Westklang“ heißt es: „Wir proben überall“. Am 28. Oktober haben wir bewiesen: Wir treten auch überall auf. Dieses Mal sangen wir in der Sächsischen Wartehalle des Leipziger Hauptbahnhofs zum Leipzig-Festival. Herrliche Kronleuchter, tolle Wandbemalungen, ehrwürdige Raumhöhe und das immerwährende Zischen der Milchschaummaschine.

In der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofs unterhält eine Kaffeehauskette (sicher haben sie auch schon mal einen Kaffee Latte – zschzschzsch – dort getrunken) eine Verkaufsstelle. Wir, wie auch die zwei anderen Chöre des Abends, haben diese Sounduntermalung mit der gehörigen Portion Humor und Professionalität gemeistert. Gerne waren wir auch selber Zuhörer des Leipziger Jugend Pop- und Jazzchores und den Leipziger Gospel-Singers. Denn jeder Chor bezauberte mit seinem ihm eigenen Charme – oder sollen wir es „Flavour“ nennen – auf den Treppenstufen dieser herrlichen historischen Räumlichkeiten das wohlwollende Publikum.

Seit diesem Auftritt überlegen wir immer noch, ob „Westklang“ mit seinem jazzig-poppigen Programm eher als Java Chip Frappuccino oder vielleicht als Pumpkin Spice Latte beschrieben werden können. Auf jeden Fall können wir resümieren: Köstlich war’s.

Text: Anett Krause

Rampenlicht und Jubiläumsrausch – „Westklang lädt ein“, die Erste

Eine Jubiläumsfeier mit allem Tamtam sollte es werden und zugleich der Anfang einer wunderbaren Geschichte/Reihe: Westklang lädt ein – Chöre aus Leipzigs Partnerstädten, die musikalisch und auch sonst zu uns passen.

Zum Auftakt waren an diesem sonnigen September-Samstag die O-Töne zu Gast, ein Jazzchor aus Frankfurt am Main, mit dem wir im Frühling bereits ein zauberhaftes Konzert in der Frankfurter Brotfabrik bestreiten durften.

Nicht verschwiegen sei, dass unser erstes richtiges großes, eigenes Konzert in der Heimat ein ziemlicher Kraftakt war mit Haare raufen und Nerven verlieren, Ideen spinnen und wieder verwerfen, Locations finden und dann doch eine andere buchen – für unser Jubiläumskonzert hatten alle Arbeitsgruppen ihr Bestes gegeben: AG Technik ließ die Scheinwerfer in der Alten Handelsbörse für Westklang und Gäste erstrahlen und die Fotografin uns im besten Licht erscheinen. Andere kümmerten sich um Knete und Publicity, AG Orga sorgte für Brezn und Bananen, Gummibärchen und Sekt – und so wirkten zu Probe und Einsingen die meisten entspannt und voller Vorfreude, Nagellacke in wirklich allen Nuancen aus blau und türkis kreisten reihum und konnten auch die Bässe entzücken.

Und dann wurde es spannend: Soundcheck, Nervennahrung, Warten.. die letzten Karten an der Abendkasse waren wie erhofft heiß begehrt, der altehrwürdige Saal füllte sich und nun schlich sich doch ein wenig Aufregung unter die Stars und Sternchen.

Mit einem gemeinsamen Kanon liefen wir ein und schubsten damit unsere Gäste, die O-Töne, vor vollem Haus auf die Bühne. Und das Leipziger Publikum ging sofort mit und beglückte alle von Beginn an mit begeistertem Applaus. Die Frankfurter wirkten mit ihrem neuen jungen Chorleiter, der in dieser Rolle auf unserer Bühne gar seine Premiere feierte, befreit und gelöst. In kleinerer Besetzung und mit Piano, tollen Solostimmen und präzisem und zugleich beschwingten Gesang beeindruckten sie!

Nach der Pause endlich: Wir sind dran! Hallo Fans, wir sind Westklang! Und das fühlten in diesem Moment beim Auftakt mit unserer selbst entwickelten Chorhymne wirklich alle 🙂
Fokussiert, energiegeladen und euphorisch gestalteten wir unser Programm aus eingespielten Klassikern und aufregenden Premieren: Melancholisch und ganz dem italienischen Charme ergeben verbrachten wir Una Notte a Napoli, was sich als neues Lieblingslied in die Herzen vieler Westklänge geschlichen hat. Mit Elmars Beatbox-Begleitung luden wir in den Leipziger Urwald ein und groovten erstmals vor Publikum durch The Garden – Bobby McFerrin wäre erblasst. Verschiedene Solistinnen brillierten und dank Beatbox-Elmar fühlte sich selbst der Zappelsong Keep Moving so leicht an wie nie.

Zwischendurch rührende Dankesworte, Erinnerungen und Würdigung – für Chorgründerin Karin ebenso wie für Diana, die seit nunmehr anderthalb Jahren als Chorleiterin neue Impulse setzt und nicht müde wird, sich mit Freuden wie Macken unseres stimmgewaltigen und meinungsfreudigen Ensembles auseinanderzusetzen. Blumen schließlich auch für den weltbesten Vorstand, ohne den dieses Konzert wie so vieles andere nicht möglich gewesen wäre.

Höhepunkt, wie konnte es anders sein, das musikalische Epos Bohemian Rhapsody. Wir kreischten, litten, kämpften und – is this just Fantasy? – der Saal tobte. Danke Fans, das war großartig!
Zwei gemeinsame Songs mit den O-Tönen und ein finales Fotoshooting rundeten das Programm ab, geschafft!

Während Fans und Anhänge in die Nacht entlassen wurden, stieg für die Chöre die fette Sause im Krystallpalast:
Feiern – das Konzert, unseren Chor und uns als Gemeinschaft, die so viel Tolles, Verrücktes, Gutes miteinander erlebt hat. Gemeinsam mit den O-Tönen tanzten wir uns von Song zu Song, quatschten von Cocktail zu Bier und wieder zurück.
Die Vielfalt ist’s, die uns ausmacht und so schlürften manche besinnlich an ihrem Mojito, während andere ganz Rampensau waren. Kaum zu beschreiben, wie einträchtig, wild und ekstatisch schließlich alle once again zu Freddy Mercury sangen und sprangen.. wow, so schön kann Städtepartnerschaft sein!

Freut Euch mit uns auf Mai, wenn wir zum gemeinsamen Konzert mit Jazzpirine Effervescent aus Lyon laden!

Text: Conny Donath

Westklang lädt ein!

Dran geblieben sind wir an unserem Versprechen, den Leipziger Westklang in die Welt zu bringen. Und am 23. September kommt ein bisschen Welt zu uns. Gemeinsam mit dem Frankfurter Jazzchor „O-Töne“ feiern wir unser Jubiläumskonzert (5+2 Jahre Westklang e. V.) auf der Bühne der Alten Handelsbörse Leipzig. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Es gibt noch wenige Restkarten, die HIER zu 15 bzw. 12 Euro gebucht werden können. Bitte beachten: Die Alte Handelsbörse ist nicht barrierefrei.

Für alle, die sich einen Vorgeschmack holen möchten: Wir singen am 16. September zur „Nacht der Chöre“ im Budde-Haus Leipzig von 20:50 Uhr bis 21:10 Uhr.

Und für die, die französische Kultur zu schätzen wissen: Im Mai 2024 wird es mehr a là „Westklang lädt ein“ zu hören und zu sehen geben. Der Jazzchor Jazzpirine Effervescent aus Leipzigs Partnerstadt Lyon besucht uns für ein gemeinsames Konzert.

Probenwochenende in Leipzig

Oder: Von der Sehnsucht nach dem blauen Cossi und einem charmanten Sommercafé am grünen Auwald

Die Stadt glühte im herrlichsten Spätsommer und wir schwitzten – nur zwei Wochen vor unserem großen Jubiläumskonzert – ein Proben-Wochenende lang im wunderschönen Hexenhäuschen der Nachbarschaftsschule. Es galt, nach langen Urlaubswochen das Repertoire wieder hervorzuholen und mit neuem Schwung und einigen Solo-Eskapaden zu versehen, zugleich aber auch zwei brandneue Songs in Premierenform zu verwandeln.

Die konzentrierte Freitagabend-Probe bot Energie und Spannung und als Pausenhighlight Pizza für alle – Ihr dürft gespannt sein, welcher Hit aus Bella Italia eine Sopranistin zu dieser kulinarischen Großtat inspirierte (kommt zum Konzert!). Zum Ausklang ein Sekt und ein Juchheissa auf eine frisch vermählte Altistin – möge der Ehebund so kraftvoll sein wie das gesungene Wunschlied.

Harte Arbeit an Ton und Tempo zog sich durch das Wochenende: Wir hielten uns (im Wortsinne) die Bäuche und überließen uns zwar widerstrebend, aber doch vollständig dem nervösen Tickern des Metronoms, um der steten Verlangsamung zu entkommen. Nach einigen Zweifeln dann die Erkenntnis: Es ist alles eine Frage des Bewusstseins! (Danke, Maja! :))

Frisch gestärkt mit Eiern und Eis radelten wir in Kolonne zum samstagnachmittäglichen Sommercafé der Bethanienkirche. Im Schatten des kühlenden, in unserer Chorhymne so liebevoll besungenen grünen Auwalds, schmetterten wir eben diese ins wohlwollende Publikum – der kleine Auftritt bot uns die Chance für Heimspiel wie charmantes Stelldichein. Ab und an holperte es noch, doch die Energie stimmte und der Spaß am Singen ging nahtlos in Applaus und den Genuss von Erdbeertorte und Limo über.

Die Gewissheit, dass das Repertoire sitzt, gab in den verbleibenden Sonntagsstunden Raum für das Feilen an den neuen Songs: Die Soli gewannen an Form und Farbe, die Männerquinten (von Diana liebevoll als „kleine Bitches“ tituliert) mit jedem Durchlauf an Sauberkeit. Doch immer wieder holte uns der Kampf gegen das kollektive tonale Absacken ein. Unsere Chorchefin veranlasste dies schon zum Frühstück zu Fachdiskursen mit Kollegen. Die überraschende Wende gelang uns dann in allerletzter Sekunde und war eine Tortur für die Wangenmuskulatur, aber: Die Tonart war am Ende des Stückes tatsächlich die gleiche wie am Anfang – we nailed it!

Applaus und Ende und endlich: Mit dem einen oder anderen Ohrwurm abkühlen und eintauchen in den wunderbar blauen Cossi!

Und wenn ihr uns erleben wollt, dann kommt doch zu unserem Jubiläumskonzert: Am 23. September, ab 19:30 Uhr, Alte Handelsbörse Leipzig. Hier gibt’s noch die letzten Tickets.

Oder gern schon diesen Samstag, 16. September, ab 20:50 Uhr im Budde-Haus („Nachmittag und Nacht der Chöre“).

Text: Conny Donath