Schloss Colditz – Unser Holy Bungalow!

Wie immer perfekt vorbereitet und organisiert – an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die AG Orga – startete unsere Chorfahrt in Colditz.

Nachdem wir vor beeindruckender Kulisse am Schloss ankamen, gab es eine kurze Einführung, wo was wann wie in der Jugendherberge stattfinden würde. Dann bezogen wir unsere Zimmer und konnten in sekundenschnelle von Florenz über Innsbruck nach Amsterdam laufen. Ein ganzes Erasmus Semester in ein Wochenende verpackt. Zum Erasmus feeling gehören natürlich auch Party Abende, Tanzen und Karaoke – check, alles abgehakt.

Und jetzt zum Hauptteil:
Unseren vom soziokratischen Lieder-Repertoire-Kreis-Song-Circle (nur Spaß, der genaue Name ist noch nicht entschieden) ausgewählten und frisch arrangierten neuen Songs „Holy War“ von Alicia Keys und „Bungalow“ in der italienischen Version vom Bandprojekt Crucchi Gang. Mit vielen „Dn dn“
und „hn dets“, gospel feeling, rosa Schlagsahne und Stummproben 😉 verging die Zeit wie im Flug.

Und nicht zu vergessen ist unser Proberaum mit traumhafter Akustik und einem inkontinenten Flügel.

Obwohl zwischen Proben und Essenspausen nicht allzu viel Zeit übrig blieb, reichte es für ein paar von uns für einen kurzen Abstecher ins Winter Wonderland.

Dann ging es am Sonntag Mittag wieder zurück Richtung Leipzig.
Eine wie immer wunderschöne Chorfahrt mit tollen Menschen und viel Spaß am Singen ging zu Ende.

Text: Verena Meyer, Fotos: Westklang

Deine Stimme ins Spotlight!

Update: wir haben wunderbare Sängerinnen gefunden. Liebe Männer: Traut euch! Wir brauchen euch! 😉

 

Wir suchen je ein bis zwei Sänger:innen für unsere vier Stimmgruppen Sopran, Mezzo, Alt und Bass/Tenor.

Kannst Du Dir vorstellen, Deine mehrjährige Chorerfahrung in den Westklang einzubringen? Und bist Du sogar offen für einen solistischen Einsatz?

Hast Du Lust und bist Du bereit, unser lebendiges Chorleben mitzugestalten?

Bist Du Dir über den Zeiteinsatz bewusst, jeden Donnerstag von 19:00 bis 21:30 zu proben, an einigen Wochenenden bei Konzerten mitzusingen und auch an zwei Chorfahrten im Jahr teilzunehmen?

Dann bist Du bereit, Mitglied bei uns zu werden und melde Dich unter mitsingen@westklang.de. Nach einem kleinen Vorsingen bei unserer Chorleiterin lernst Du uns kennen und wir entscheiden gemeinsam, wie wir zusammen passen. 😉

Wir freuen uns auf Deine Nachricht.

Licht in dunklen Zeiten

Mystischer Nebel umhüllt unser winterliches Proben-Wochenende in der Hallenser Villa Jühling zum Jahresauftakt 2025. Nach einem spektakulären, strahlenden letzten Jahr mit unserer Konzertreise nach Lyon begeben wir uns nun wieder in die Niederungen konzentrierter Probenarbeit, entdecken Altes und Neues, suchen Sinn und Rhythmus.

Und da es draußen so gar nicht hell werden will, heißt es an diesem Wochenende immer wieder: „Wechselt die Beleuchtung!“ Ein Song des Berliner Damenquartetts Laing, eigens und ambitioniert von Daniel Barke und mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Leipzig für unseren Chor arrangiert, angefüllt mit ungewohnten Sounds und Harmonien, vielleicht eher eine Liebe auf den zweiten Blick. Die sich, als es sich dann ganz langsam zusammenfügt – wow – umso tiefer anfühlt. Mal sehen, wann wir Euch 2025 das erste Mal damit verzaubern werden.

Und auch andere Songs erscheinen bei genauerem Hinsehen nochmal in einem ganz anderen Licht:
Was wollen wir mit „Flowers“, diesem Song, der schnell in Beliebigkeit abdriftet, denn eigentlich sagen? Welche Rolle den Männern zuteil werden lassen – geht es um Trotz, Anbiedern oder um eine ganz grundsätzliche Emanzipation?
Und Schritt für Schritt kommt dann auch zu einem anderen Song die Erleuchtung zu einer kleinen, feinen neuen Choreo – seid gespannt!

Neben allem Musikalischen sollte der Diskurs eine besondere Rolle einnehmen an diesem Wochenende. Es ist eine bewegende Zeit, eine politische Zeit. Und nach einem intensiven, gut moderierten Austausch sind wir uns dann doch sehr einig: JA, wir wollen als Westklang in einem ganz positiven Sinne Flagge zeigen und etwas Konkretes tun für ein vielfältiges und menschliches Miteinander. Botschaften senden bei Auftritten, Initiativen unterstützen, einen expliziten Song ins Repertoire nehmen – der Anfang eines Wegs ist beschritten und wir sind selbst gespannt, wohin genau er uns führen wird.

Ausgelassen und albern darf es nach allen Diskussionen dann auch noch werden – beim Jammen mit Saxophon und Querflöte, Hitster-Battles oder mit griechischem Wein und Bella Ciao über den Wolken, mit Lagerfeuer-Gitarre ganz ohne Lagerfeuer.

Und auch, wenn Halsweh und Fieber nicht wenige von uns in den Folgetagen flachlegen würden, gibt uns ein Konsens, der über das gemeinsame Singen hinausgeh, Zuversicht: Der Glaube an das Licht im Dunklen, die Kraft der Musik und der Gemeinschaft. 

In diesem Sinne – wir sehen und hören uns!

Text: Conny Donath, Fotos: Westklang

2024 – ein Westklang-Jahr geht zu Ende

Doch fangen wir mal von Vorne an: Unser Jahr begann mit einer verschnupften Chorfahrt ins legendäre Colditz. Das ist der Nachteil an winterlichen Ausflügen, mindestens eine Person schnieft oder hustet. Das hat uns trotzdem nicht gehindert, nach getaner Probenarbeit die Karaoke-Box anzuwerfen. Viel geschafft und geschafft ging es zurück nach Leipzig – in großer Vorfreude auf die vor uns liegenden Events.

Endlich konnten wir Felix Powroslo für einen Bühnenpräsenz-Workshop gewinnen. Felix zeigte uns, wie wir unsere Westklanggemeinschaft auf der Bühne auch fürs Publikum spürbar machen können. So waren wir bestens für den ersten großen Konzerthöhepunkt für 2024 vorbereitet. „Westklang lädt ein“ ging mit Jazzpirine aus dem französischen Lyon in die zweite Runde. Im Mai besangen wir gemeinsam die Bühne der Alten Handelsbörse in Leipzig. Bevor wir unseren Gegenbesuch im Oktober in Frankreich antraten. Dank der Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und des Sächsischen Musikrats erfüllte sich mit diesem musikalischen Länderaustausch für uns ein großer Wunsch.

Dazwischen gab es kleine aber feine Konzerte im Budde-Haus zur Nacht der Chöre, Passagesingen und unser alljährliches Besingen der Fête de la musique im Werk2.

Als krönenden Abschluss unseres Chorjahres durften wir im Dezember als Festkonzertchor die große Bühne des Gewandhauses im Rahmen des 28. Gewandhaussingens sächsischer Chöre mit Westklangglitzer verzaubern. Danke hier auch an den Leipziger Chorverband.

Unser Jahr endete mit einem spontanen Singen im Senioren-Wohnpark Leipzig „Stadtpalais“ und auf dem Weihnachtsmarkt am Plagwitzer Felsenkeller.

Hinter den Kulissen gab es natürlich viel Arbeit, viele Veränderungen, neue Mitsingende, kleine und große Feiern und ganz viel Westklangliebe. Wir freuen uns sehr auf das neue Jahr 2025 💙💙💙

Wir wünschen allen einen guten Rutsch und einen tollen Start ins neue Jahr!

Text: Marie-Luise Wittwar;

Fotos: Westklang, Cindy Günther und Josselin Trouilloud

Westklang en tournée à Lyon

830 Kilometer von Leipzig entfernt, 11 Stunden Hinfahrt und 12 Stunden Rückfahrt, je ein Zwischenstopp in Baden-Baden und Karlsruhe … und dazwischen: Eine unfassbar schöne Zeit in Lyon.

Bereits bei der Ankunft am Bahnhof in Lyon wurde klar, unser Städtepartnerschafts-Chor hat sich ordentlich ins Zeug gelegt. Wir wurden mit Plakaten und Fähnchen begrüßt und direkt in unser Hotel gebracht.

Unsere beiden Tage in Lyon vergingen wie im Flug, fühlten sich gleichzeitig aufgrund der vielen Erlebnisse und Eindrücke viel länger an. Wir wurden im wunderschönen Rathaus von Lyon empfangen, erhielten je nach Wunsch Stadtführungen von Jazzpirine zu verschiedenen Aussichtspunkten und Stadtvierteln, dem botanischen Garten, Museen und zur Lyoner Gastronomie.

À propos Gastronomie: Ein Highlight der Reise war das Buffet, das Jazzpirine auf die Beine stellte. Für uns zauberten sie als Überraschung nach unserer Generalprobe eine unglaubliche Anzahl an Quiches, Broten, Dips, Käse, Tartes, Gebäck, Kuchen, Obst und Gemüse, Weinen, Säften und vielem vielem mehr auf drei riesige Tische.

Am letzten Nachmittag stimmten wir uns auf verschiedene Arten und Weisen auf das Konzert ein: Manche versuchten über einen Zeitslot Zugang zum streng limitierten Hotel-Föhn zu ergattern, andere hatten mit den Straßenbahnausfällen aufgrund des Marathons zu kämpfen. Nach einem kleinen Fotoshooting zwischen dem Fluss Rhône und dem Radweg war es dann schließlich so weit: Zeit für den Soundcheck und das anschließende Konzert. Jazzpirine sang das ein oder andere Liebeslied, wir sangen unter anderem von Gärten, einer Nacht in Napoli und Blumen. Wie beim gemeinsamen Konzert in Leipzig hatten wir auch ein paar gemeinsame Stücke im Repertoire.

Erneut hatte sich Jazzpirine selbst übertroffen und erneut ein riesiges und wunderschönes Buffet zusammengestellt. Wir ließen den letzten Abend in einer nahegelegenen Bar ausklingen, schmetterten ohne Rücksicht auf Verluste Songs mit und wer wollte, kam danach noch mit auf eines der Partyboote.

Am nächsten Morgen war es soweit: Zuerst das musikalische au revoir mit frei stehendem Klavier in der Bahnhofshalle, dann das persönliche au revoir mit vielen Umarmungen, à-bientôt-Versicherungen und der ein oder anderen Träne

Winkend und ausgestattet mit Reisesnacks, mit denen wir ohne Probleme das nicht vorhandene Bordbistro des IC hätten ersetzen können, machten wir uns zurück auf den Weg nach Leipzig.

Finanziell unterstützt wird unser Projekt „Westklang lädt ein“ vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds und wir bedanken uns für die Ermöglichung dieser tollen Erfahrung. Der Sächsische Musikrat hat uns darüber hinaus die nachhaltige Fahrt mit der Bahn ermöglicht. Solche Projekte wären nicht möglich ohne diese wichtigen finanziellen Hilfen. Vielen, Vielen Dank.

Das allergrößte Dankeschön geht an Jazzpirine Effervescent, den wohl herzlichsten und kulinarisch hochklassigsten Chor Frankreichs. Mit ihrer wundervollen Art haben sie uns eine Chorreise ermöglicht, die wir, Pralinés knabbernd und in Wehmut schwelgend, nie vergessen werden.

À bientôt!

Text und Fotos: Verena Meyer